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JOHN MAYNARD KEYNES

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JOHN MAYNARD KEYNES

* 5. Juni 1883 in Cambrigde, heute Vereinigtes Königreich

† 21. April 1946 in Tilton, heute Vereinigtes Königreich

John Maynard Keynes war britischer Ökonom, Politiker und Mathematiker. Er zählt zu den bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Nach ihm ist die Wirtschaftstheorie des Keynesianismus benannt. Diese besagt, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage der Motor für Produktion und Beschäftigung sei.

Keynes war nach dem Ersten Weltkrieg als Vertreter der britischen Delegation in Versailles und war dort an den Verhandlungen des Friedensvertrags mit Deutschland beteiligt. Er trat kurz vor Abschluss der Verhandlungen unter Protest gegen die Vertragsbedingungen zurück. 1919 schrieb er das Aufsehen erregende Buch „Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages“ (The Economic Consequences of the Peace), mit dem er die Deutschland auferlegten Reparationszahlungen als ökonomisch widersinnig kritisierte.

Durch den Beginn der Weltwirtschaftskrise (ab 1929) wurde deutlich, dass die bisher herrschenden Wirtschaftstheorien die wirtschaftliche Realität nicht mehr erklären konnten. 1936 veröffentlicht Keynes seine „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ (1936). Dieses Buch veränderte nachhaltig die Makroökonomie und wird häufig als das einflussreichste wirtschaftswissenschaftliche Werk des 20. Jahrhunderts bezeichnet.

John Maynard Keynes hatte sieben Jahre in Paris mit dem französischen Maler Duncan Grant eine Liebesbeziehung. Später heiratete er die Baletttänzerin Lydia Lopokova. John Maynard Keyens war bisexuell.