Held*innen

FRIEDRICH II. VON PREUSSEN

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FRIEDRICH II. VON PREUSSEN

* 24. Januar 1712 in Berlin, heute Deutschland

† 17. August 1786 in Potsdam, heute Deutschland

Friedrich II. von Preußen war König von Preußen. Er wurde auch „Friedrich der Große“ und „der alte Fritz“ genannt. Friedrich gilt als ein Repräsentant des aufgeklärten Absolutismus. Er bezeichnete sich selbst als „ersten Diener des Staates“. Er setzte tiefgreifende gesellschaftliche Reformen durch, schaffte die Folter ab und forcierte den Ausbau des Bildungssystems.

Mehrere Kriege gegen Österreich etablierten Preußen als fünfte Großmacht neben Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland.

Friedrichs Verdienste sind vielfältig: Er reformierte das Allgemeine Landrecht, führte die Kartoffel als Nahrungsmittel ein, ließ hunderte Schulen bauen, gründete die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, förderte den Landausbau und siedelte frei Bauern an. Die von ihm angeregte Abschaffung der Leibeigenschaft scheiterte am massiven Widerstand der adligen Gutsbesitzer.

1733 heiratete Friedrich widerwillig Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern. Die Ehe blieb kinderlos. Nach seiner Thronbesteigung schloss er seine Ehefrau aus seinem Leben aus. Stattdessen umgab er sich mit Philosophen und Künstlern. 1745 ließ er das Sommerschloss Sanssouci („ohne Sorge“) errichten.

Als junger Kronprinz erklärte Friedrich, er fühle sich zu wenig vom weiblichen Geschlecht angezogen. Für den Fall seines Todes machte er ein Namensliste der Menschen,  „die ich im Leben am meisten geliebt habe“ – es folgten ausschließlich Namen von Männern, darunter der seines Kammerdieners Michael Gabriel Fredersdorf. Auch sein inniges Verhältnis zu Leutnant Hans Hermann von Katte, dessen Hinrichtung Friedrich auf Befehl seines Vaters mit ansehen musste, untermauern die Vermutung, dass Friedrich II. von Preußen schwul war.